loader-logo

Dringliche Anfrage: Erleichterungen für Gewerbe in Baden in der COVID-Krise

Die COVID-19 Krise stellt uns alle vor enorme Herausforderungen und hat langfristige Auswirkungen. Wie wir mit der Krise und den neuen Gegebenheiten nun umgehen, wird entscheidend sein. Dazu müssen die richtigen Entscheidungen in Bern und Aarau getroffen werden. Aber auch auf lokaler Ebene in Baden können Massnahmen getroffen werden, um die negativen Auswirkungen zu lindern. Ziel muss es sein, unter Einhaltung der geltenden Vorschriften sicherzustellen, dass eine Reaktivierung der gesellschaftlichen und ökonomischen Aktivität ohne Bevor-/Benachteiligung möglich ist und dabei die Gesundheit bewahrt bleibt. Wir sehen hier Gestaltungsraum für die Stadt Baden.

Deshalb möchten wir den Stadtrat in unserer dringenden Anfrage bitten, pragmatisch und zeitnah folgende (zeitlich beschränkte) Lock-Down Öffnungsansätze zu überprüfen:

  • Zurverfügungstellung des öffentlichen Raums für Verkaufsstände des lokal ansässigen Gewerbes. Insbesondere sollen Läden nach Möglichkeit den Raum vor den Ladenlokalen zum Verkauf nutzen können. Damit wird sichergestellt, dass auch kleinere Betriebe die Social-Distancing Massnahmen einhalten und rentabel arbeiten können.
  • Sobald Märkte wieder zugelassen sind, kann die Häufigkeit der Markttage deutlich erhöht, zeitlich ausgeweitet und der Marktzugang für neue Anbieter unbürokratisch ermöglicht werden. Auf Platzmieten soll in dieser Zeit verzichtet werden, und es soll jedem registrierten Gewerbe (Lebensmittel und Nicht-Lebensmittel) möglich sein, einen Platz zu erhalten. Dabei können Marktstände auf dem Kirchplatz, der Weiten Gasse, dem Cordulaplatz, dem unteren Bahnhofplatz wie auch dem Theaterplatz zugelassen werden.
  • Ausgewählter öffentlicher Raum in den Aussenquartieren soll ebenfalls für Marktstände für dort ansässiges Gewerbe zugelassen sein.
  • Zur zusätzlichen hygienischen Absicherung soll die Stadtverwaltung eine städtische Hygieneempfehlung erlassen (bspw. Hygienemasken). Gemeinsam mit den Gesundheitsdiensten können Desinfektions- und Maskenstände bei den neuen Märkten errichtet werden.
  • Solange Gastrobetriebe nicht öffnen dürfen, soll öffentlicher Grund für Food-Trucks zur Verfügung gestellt werden. Damit wird sichergestellt, dass Firmen – auch in den Aussenquartieren (bspw. Dättwil Täfern) – für Ihre Mitarbeiter Verpflegungsmöglichkeiten haben. Auch hier sollen erhöhte Hygienevorschriften oder -empfehlungen zur Anwendung kommen (bspw. Hygienemasken).
  • Sobald die lokalen Gastrobetriebe öffnen dürfen, soll Aussenraum auf öffentlichem Grund zur Verfügung gestellt werden, um sicherzustellen, dass auch kleinere Gastro-Betriebe unter Einhaltung der Social-Distancing Regeln rentabel arbeiten können.

Wir erachten die rasche Weiterverfolgung und pragmatische Umsetzung dieser Ansätze für wichtiger als die formelle Beantwortung dieser Anfrage.

Wir sind überzeugt, dass es nun ein unkompliziertes Vorgehen braucht: Zusammen schaffen wir das!

Stefan Jaecklin
Mischa Brandmaier
Mark Füllemann

als PDF herunterladen